Dieser Leitfaden vergleicht MDE-Software nach Funktionen, Systemtyp und Kosten — als Entscheidungshilfe bei der Auswahl. Was Maschinendatenerfassung grundsätzlich ist und wie sie sich von Betriebsdatenerfassung (BDE) unterscheidet, erklärt der Grundlagenartikel zu MDE.
Welche Funktionen sollte MDE-Software mitbringen?
Nicht jede Software, die "MDE" im Namen trägt, deckt dieselben Anforderungen ab. Diese Funktionen sollten in einer modernen Lösung enthalten sein:
- Automatische Maschinenanbindung — direktes Auslesen von Steuerungen (OPC UA, Modbus, Siemens S7) statt ausschließlich manueller Eingabe.
- Retrofit-fähig — Unterstützung für Sensorik an älteren Maschinen ohne digitale Schnittstelle, damit auch Bestandsanlagen abgedeckt sind.
- Live-Dashboards — Maschinenzustand, Stückzahl und OEE in Echtzeit statt nachträglicher Auswertung am Tagesende.
- Stillstandserfassung mit Gründen — automatische Erkennung von Stillständen, kategorisierbar durch die Bediener direkt am Terminal.
- OEE- und Kennzahlenberechnung — Verfügbarkeit, Leistung und Qualität ohne manuelle Excel-Auswertung.
- Alarmierung — Benachrichtigung bei Stillstand oder Grenzwertüberschreitung, statt erst im Schichtreport zu sehen, dass eine Anlage stand.
- Schnittstellen/API — Anbindung an ERP, MES oder BI-Systeme, damit Daten nicht in einem Silo bleiben.
- Skalierbarkeit — Erweiterung von einer auf viele Maschinen und Standorte, ohne Systemwechsel.
Welche Systemtypen gibt es?
MDE-Software lässt sich grob in drei Kategorien einteilen, die sich in Erfassungsart, Aufwand und Flexibilität deutlich unterscheiden:
| Systemtyp | BDE-Terminal-Software | MES-Modul | Edge/Cloud-System |
|---|---|---|---|
| Erfassung | Manuell über Terminal | Teils automatisch, meist via SPS-Anbindung | Automatisch ab der ersten Maschine |
| Einführungsaufwand | Gering | Hoch — eigenständiges IT-Projekt | Gering bis mittel |
| Abhängigkeit von bestehender IT | Keine | Hoch | Keine bis gering |
| Typisches Kostenmodell | Pro Terminal | Lizenz + Integration, meist Projektpreis | Pro Maschine/Monat |
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KOSTENLOSE DEMO TESTENWorauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
- Passt sie zu Ihrem Maschinenpark? — Prüfen Sie, ob sowohl moderne Steuerungen als auch ältere Maschinen ohne digitale Schnittstelle unterstützt werden. Details dazu im Use Case Maschinen-Monitoring.
- Wie hoch ist der Implementierungsaufwand? — Ein eigenständiges IT-Projekt mit externem Integrator, oder ein System, das ohne Eingriff in bestehende IT eingeführt wird?
- Datenhoheit: Cloud oder On-Premise? — Klären Sie, wo die Daten liegen und ob das zu Ihren internen IT- und Compliance-Vorgaben passt.
- Wie skaliert das System? — Lässt es sich von einer Pilotmaschine auf die ganze Linie und weitere Standorte erweitern, ohne die Software zu wechseln?
- Welches Lizenzmodell steckt dahinter? — Pro Terminal, pro Maschine oder als Projektpauschale — die Kostenstruktur sollte zur geplanten Rollout-Geschwindigkeit passen.
- Gibt es Live-Dashboards oder nur nachträgliche Reports? — Für schnelles Eingreifen bei Stillständen ist Echtzeit-Sichtbarkeit entscheidend.
hopit Manufacturing als moderne MDE-Software
hopit Manufacturing ist ein Edge- und Cloud-basiertes MDE-System: automatische Erfassung ab der ersten Maschine, unabhängig vom bestehenden IT-System einführbar, mit Live-Dashboards statt nachträglicher Auswertung. Über das hopit Edge-Gateway werden sowohl Maschinen mit digitaler Schnittstelle als auch ältere Anlagen per Retrofit-Sensorik angebunden — ohne Eingriff in bestehende SPS-Programme.